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Was macht das Gehirn, wenn überhaupt nichts los ist

Wenn Hirnkapazitäten frei werden .....

  • Meditation
  • Mentaltraining
  • Superlearning
  • Kreativität

Der Geist ruht nie

Er kann nicht nichts tun. Auch wenn wir schlafen, ist er aktiv. Träume sind ein Zeugnis davon. Aber womit beschäftigt er sich im normalen Alltag? Man vermutet, daß über 90% der Hirnkapazität gebunden ist durch die Verwaltung und Bearbeitung von Außenreizen. Wenn das Hirn frei ist von den normalen Steuerungs- und Verwaltungsaufgaben, wird ein ungeahntes, bisher gebundene Potential frei. Dinge können anders und neu gesehen werden. Es entsteht Raum für Klarheit im Erkennen von Zusammenhängen und gesteigerte Kreativität.

Neue Horizonte

Geistige Spitzenleistungen entstehen oft im Zustand tiefster Entspannung. Stress reduziert dagegen die Fähigkeit zu klarem Denken. Vielleicht kennen Sie das Phänomen, daß Ihnen im völlig entspannten Zustand, im Flow, im Einssein mit der Welt, urplötzlich Lösungen vor Augen stehen nach denen sie lange gesucht haben. Die enorme Klarheit und Schärfe des Denkens und eine klare Sicht der Zusammenhänge stellt sich ganz leicht und mühelos ein. Dem Gehirn stehen im Zustand von absoluter Entspannung alle bisher gebundenen Ressourcen zur Verfügung.

Meditation

Dies ist auch der Zustand eines in Meditation versunkenen buddhistischen Mönchs. Während des Floatens wurde ein starker Anstieg der Thetra-Wellen (Gehirnströme mit 4-7 Hz) gemessen. Diese Wellen treten sonst nur in tiefem Schlaf oder im Zustand tiefer Meditation auf. Muß ein Buddhist jahrelang üben, um diesen Zustand zu erreichen, ist es in einem Floating Tank viel leichter dort hin zu kommen. Erlauben Sie sich, sich wie ein Kind zu fühlen. Erwarten Sie nichts und schauen Sie neugierig, was passiert. Zur Verarbeitung der Reize von außen gehört auch, daß wir uns ein Bild von der Welt und von uns machen. So nützlich wie dies auf der einen Seite ist, so hinderlich kann es sein, wenn wir nur noch durch die selbstgemachten Filter sehen. Es hindert uns die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Wir sehen nur noch unsere eigenen Schablonen, die in Form ständiger Gedanken und innerer Kommentare durch unseren Geist flitzen. Jeder kennt das Phänomen, daß sich in der Lücke zwischen zwei Gedanken oft eine ganz direkte, lebendige unglaublich schöne und klare Welt zeigt. Das passiert, wenn wir unsere Filter mal für einen Augenblick "vergessen".

Menschen, denen es im wesentlichen um den Bewußtseinsbereich geht, sollten in einem möglichst wachen, aufmerksamen Zustand kommen. Damit man imstande ist, mitzukriegen, was passiert. Sucht man allerdings reine körperliche und seelische Entspannung ist dies unerheblich.

Wichtig ist es an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß das Besuchen des Tanks keine "Garantie für Erleuchtung" ist. Genausowenig wie man Entspannung "machen" kann, kann man einen meditativen Zustand nicht "machen". Beides ist das Gegenteil von "machen", nämlich "Nicht-machen", also loslassen. Was man lediglich kultivieren kann, ist die Bereitschaft dies zuzulassen. Oder, wie im Falle des Samadhi Tanks, eine Umgebung zu schaffen, die dazu einläd. Kommen tut es von alleine, weil es unserer Natur innewohnt. Sozusagen gratis ist.

Entspannt gewinnt - Mentaltraining, Superlearning und Kreativität

Sportler visualisieren vielleicht Bewegungsabläufe, Künstler steigern ihre Kreativität und Manager haben plötzlich die langgesuchte Lösung für Ihr Problem - Sie werden die neuen, freigesetzten Kapazitäten für das nutzen, was Ihnen wichtig ist. Man kann die tiefe Entspannung zur besseren Informationsverarbeitung, nämlich Lernen, nutzen. Im Tank sind Lern- und Merkfähigkeit extrem gesteigert, so daß hier wahres "Superlearning" ermöglicht wird. Mit Lernprogrammen, die über Unterwasserlautsprecher eingespielt werden, können z.B. Sprachen in viel kürzerer Zeit als sonst üblich erlernt werden. Es gibt sogar Tanks mit Videobildschirmen, so daß man sich mitgebrauchte Videokassetten ansehen kann. Studien haben aber auch gezeigt, daß man in der Zeit nach dem Aufenthalt im Tank immer noch verbessert lernen kann. Manche nutzen aber auch die erhöhte Aufnahmebereitschaft für Suggestionen während des Floatens. Egal, ob Autosuggestion oder durch eine Person außerhalb des Tanks, die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ruhen Sie kurz vor dem Floaten, stimmen Sie sich mit Yoga, Tai Chi oder autogenem Training ein und nehmen Sie eine konkrete Fragestellung mit in den Tank. Und dann machen Sie einfach gar nichts und schauen, was passiert. Wichtig ist es nicht zu Denken, nicht zu überlegen, nicht zu suchen, sondern einfach geschehen lassen. In diesem Rahmen ist das Gehirn durch nichts abgelenkt und alle zu Verfügung stehenden Kapazitäten können sich auf ein Problem bündeln. Eine gestellte Aufgabe oder Fragestellung kann reiner und klarer gesehen werden als unter Stressbedingungen. Neue und alternative Wege können sich auftun. Wichtig ist es aber, die Fäden aus der Hand zu geben. Nichts zu machen.

Visualisationen

Innere Bilder sind eine der wirksamsten Lerntechniken überhaupt. Wenn man sich etwas lebhaft im Geist vorstellt, hat es enorme Wirkungen. Egal, ob es sich dabei um komplizierte Bewegungsabläufe im Sport handelt, auf die man sich programmiert oder ob man innere Bilder für Ziele visualisiert - entscheidend ist, daß bei Floaten aufgrund des Wegfalls von Ablenkungen die Visualisierungen viel wirksamer und tiefergehend sind. Das Visualisierungen wirken ist bekannt. Den meisten von uns fällt es jedoch schwer, die Aufgabe oder das Ziel mit so starker Konzentration zu visualisieren, daß der Körper davon überzeugt ist, das der Vorgang wirklich stattgefunden hat. Also aus der Visualisierung eine echte (scheinbar echte) Erfahrung zu machen. Die Abschirmung von allen Ablenkungen fördert beim Floaten diese Konzentrationsfähigkeit.

Es gibt keine Garantie dafür, bestimmte Ziele zu erreichen, kein Erfolgsversprechen. Floating ist nur eine Möglichkeit einen Raum zu haben, der bestimmte Erfahrungen und geistige Leistungen begünstigt, der dazu einläd. Alle Wirkungen von denen hier die Rede ist, haben etwas mit floaten - schweben - mit loslassen zu tun. Loslassen, Entspannung kann man nicht "machen". Es ist genau das Gegenteil von "machen". Alle hier beschrieben Wirkungen gehen einher mit "geschehen lassen", mit Passivität. Alles, was das "geschehen lassen" begünstigt, ist hier hilfreich. Vielleicht ein paar Yoga Übungen oder Tai Chi vor dem Floaten? Haben Sie selbst vielleicht eine Idee, was für Sie unterstützend sein kann? Aber verfallen Sie nicht in die Idee, es zu "wollen". Weil genau das ist das Kontraprogramm und bester "Verhinderer" von geschehen lassen. Überlassen Sie sich einfach dem Geschehen und sonst nichts.

Lilly hat in seinem Buch "Programming and Metaprogramming the Human Biocomputer" die mentalen Wirkungen dargestellt.